Monatsrückblick September

DGFX Endurance Series – 4 Stunden von Watkins Glen

#71 – LMP1

Für den LMP #71 war dieses Rennen gleich in zweierlei Hinsicht eine Premiere: Tobias Gruber und Rico Rehfeld absolvierten ihr erstes Rennen in solch einer Meisterschaft für Element SimRacing, für letzteren war es sogar das erste Rennen in einer Liga überhaupt. Aber nicht nur deshalb wurde sich ausgiebig vorbereitet und mit großer Vorfreude auf das Rennen geblickt.
Im Qualifying stellte Rico den Audi R18 nur auf P11. Er sagte später, dass er das Auto einfach nicht an die Grenze bringen konnte und mit den Gedanken schon im Rennen gewesen sei.
Die Aufregung stieg als die Grün Flagge kam. Vom Start an kam Rico sehr gut weg und schob sich gleich auf P6. Er setzte alles daran um sich abzusetzen und eventuell noch ein paar Plätze gut zu machen. Aber nach zwei Runden kam die erste SC-Phase was ihn etwas aus dem Rhythmus brachte. Nach dem SC konnte Rico nicht mehr mit den Top 5 mithalten und verlor sogar wieder ein paar Plätze. Es folgten viele tolle und faire Zweikämpfe mit den LMP1 Konkurrenten. Während der weiteren SC-Phasen versuchte Rico das Auto so gut wie möglich zu schonen und etwas Sprit zu sparen. Nach knapp 2 Stunden Rennzeit kam das vierte SC und die beiden entschieden, dass Tobias Gruber nun das Steuer übernehmen sollte um mit frischen Reifen zu pushen.
Nach dem Fahrerwechsel passierte Tobias jedoch ein fataler Fehler, der das Team weit nach hinten warf. Bei 3 Runden Rückstand auf den Führenden war nicht mehr viel zu gewinnen und die beiden entscheiden, dass Rico die letzten 15 Runden ins Ziel fahren sollte.
Schlussendlich kam #71 Fire auf P7 ins Ziel. Trotz des unglücklichen Endes haben alle gemerkt, das mit den Top Fahrern mitgehalten werden konnte und im Team definitiv Potenzial steckt.

#271 – GTE

Eigentlich war #271 Water am Pre-Qualifying kanpp gescheitert und somit nur auf Platz 2 der Reserveliste, aber ein paar Tage vor dem Rennen kam die Info, dass Ludwig Gemmer und Nils Hundehege aufgerückt sind und somit starten dürften! Ludwig befand sich noch im Urlaub, und so ersetzte Jens Ledwig ihn. Aufgrund der kurzfristigen Teilnahme zeigte sich schon im Qualifying, dass hier nicht viel möglich sein würde: P15
Nils erwischte einen guten Start und hatte bereits einige Plätze gut machen können. Während er an den Top 10 knabberte, wurde er leider Opfer eines Netcode Contacts von GSR #7 und war somit wieder am Ende des Feldes. Durch das darauffolgende SC konnte Nils jedoch wieder aufschließen. Einige gingen während der SC-Phase in die Box, Nils und Jens entschieden sich aber weiterzufahren und waren somit in den Top 10.
Die Entscheidung erwies sich als richtig, denn kurze Zeit später folgte zum Ende des 1. Stints ein weiteres Safety Car und Nils ging an die Box. Jens übernahm mit frischen Reifen und war aufgrund des Stops natürlich erst mal wieder hinten. Durch den späteren Stop konnte er einige Konkurrenten überholen die bereits zum zweiten Stop reinkamen, und befand sich zum Ende des Stints auf P7. Passenderweise kam wieder ein SC, sodass auch der zweite Stop währenddessen absolviert werden konnte. Trotz Stop lag der Ferrari noch immer in den Top 10. Bei etwas mehr als eine Stunde Restzeit kam das sechste SC, der letzte Stop kam aber noch nicht in Frage. Durch einen starken Restart konnte Nils bis auf P4 vor fahren.
Die zwei hofften auf ein weiteres SC für den letzten Stop, aber bei noch 35 Minuten Restzeit schwanden die Hoffnungen da in der letzten halben Stunde normalerweise kein SC mehr kommen sollte. Aus diesem Grund kam Nils nun zum ersten Stop unter Renntempo und übergab nochmals an Jens mit frischen Reifen. Dies würde sich später als Taktikfehler herausstellen, denn Jens fand sich nach dem Stop außerhalb der Top 5 wieder und die Teams vor ihm mussten scheinbar nicht mehr zum Stop.
Somit endete das Rennen auf P6, was wenn man das Qualifying betrachtet ein sehr gutes Rennergebnis ist, jedoch wussten Jens und Nils, dass ohne den letzten Fahrer- bzw. Reifenwechsel ein Top 5 Resultat möglich gewesen wäre.


Sports Car Open – Pre Qualifying

Nach dem man sich für die kommende DGFX-Saison mit dem LMP1 qualifiziert hatte, wollte man es in der Qualifikation für die Sportscar Open wenigstens versuchen. Man wusste schon vorher, dass das kein leichtes Ziel werden sollte, da die SCO im Allgemeinen als die Crème de la Crème der Langstrecken-Meisterschaften in iRacing angesehen wird. Die Qualifikation fand dieses Mal auf der brasilianischen Rennstrecke von Interlagos statt. Bei knapp 50°C Streckentemperatur kein leichtes Unterfangen.
Ziel: Top 10 bei 13 teilnehmenden Teams
Die Zeiten, die später zur Ermittlung der Platzierung genommen wurden, waren die 10 schnellsten, unfallfreien, aufeinander folgenden Runden beider Fahrer. Also muss das komplette Team schnell sein, und nicht nur ein einzelner Fahrer. Rehfeld und Hoffmann hatten erst kurz vor der eigentlichen Qualifikation noch das Auto gewechselt, was keine besonders gute Voraussetzung war. Trainingskilometer waren trotzdem mehr als genug abgespult worden. Mit dem Porsche 919 ging es dann letztendlich in die Qualifikation. Hoffmann setzte mit einer 1:16.932, weiteren 1:17er und 1:18er Zeiten seinen ersten 10-Runden-Lauf in den Asphalt von Interlagos. Rehfeld fing mit einer 1:17.282 stark an, doch musste er sich noch steigern, da sein 10-Runden-Lauf eher suboptimal lief. Man besprach sich, feuerte sich gegenseitig nochmal an und fuhr nacheinander auf die Strecke. Hoffmann setzte nochmal eine Schippe drauf und fuhr mit einer 1:16.702 bis auf 36 Tausendstel auf P9 dran. Die weiteren 9 Runden liefen diesmal erheblich besser, so dass er sich damit um einiges verbessern konnte. Rehfeld konnte in seinem zweiten Stint zwar keine persönliche Bestzeit mehr setzen, doch fuhr er um einiges schneller als noch im ersten Stint. Beide zweiten Stints haben definitiv geholfen.

Mit einer Gesamtzeit von 1560,040s hatte man sich, wenn auch nur knapp, als zehntes LMP1-Team für die kommende SCO-Saison qualifizieren können! Zum Vergleich: P11 kam mit einer Gesamtzeit von 1562,365 s ins Ziel.
Jetzt heißt es für das Team: Trainieren, am Setup bauen und den Abstand nach vorne bis zum ersten Rennen am 20.10. in Spa zu verringern.


Neue Partner

Das Jahr neigt sich dem Ende und nichtsdestotrotz konnte Element SimRacing noch einmal neue Partner für die Zukunft finden! Neben iPitting werden wir von nun an auch mit G-Perfomance zusammenarbeiten:

Um aus erster Hand Erfahrungswerte aus dem Rennsimulator zu bekommen geht G-Perfomance erstmals eine Partnerschaft mit einem professionellen SimRacing Team ein. Partner hierfür ist Element SimRacing, eine Gruppe motorsportbegeisterter SimRacer die vor einigen Jahren ihr eigenes iRacing eSports Team gegründet haben und seitdem Erfolge im vituellen Motorsport einfahren. Die Voraussetzungen und Bedingungen sind beim SimRacing die gleichen wie auch im realen Motorsport. Es muss trainiert und ein Setup erarbeitet werden, denn ein Fehler kann das Rennen beenden. Hier ist zuverlässiges Equipment wichtig! G-Perfomance bietet eine breite Auswahl an SimRacing Lenkrädern (z. B. Cube Controls Formula Lite, Formula Pro und Formula CSX), Pedalen (Heusinkveld Ultimate und Sprint), SimuCube 2 Direct Drive Systemen und vielem mehr, welches in Zukunft von den Jungs von Element SimRacing getestet wird. Schon in Kürze erwarten euch erste Reviews. In der Zwischenzeit könnt ihr ja schonmal durch den G-Perfomance Shop stöbern: shop.gperformance.eu

Bereits ab morgen werden unsere Fahrzeuge in neuem Gewand über die Strecke heizen.