iRacing 24h of Le Mans

13,629 km. 38 Kurven. 86000 Sekunden.
Am 01.06.2019 war es wieder soweit. iRacing veranstaltete wieder das jährliche 24 Stunden-Rennen von Le Mans, genau 2 Wochen vor dem eigentlich Rennen.

Element SimRacing ging dieses Jahr mit 2 Autos in der GTE-Klasse an den Start.
Das Fire-Team bestehend aus Gemmer, Hoffmann, Hundehege und Meyer sowie das Water-Team mit den Fahrern Gesche, Gruber, Kollmeier, Lange und Weinert.

Fire ging mit einer sehr guten Ausgangspositions ins Rennen. Durch eine sehr starke 3:47.939 von Hoffmann im Qualifying konnte man das Rennen vom 4. Startplatz starten. Das versprach Spannung und Hoffnung auf ein gutes Ergebnis.
Water schaffte mit Gruber eine 3:48.959 im Qualifying und startete damit im Mittelfeld des GTE-Feldes.

Kurz nach 15 Uhr deutscher Zeit ging es dann endlich los. Den Start übernahm Hundehege und bis zur 8. Runde verlief dieser auch relativ harmlos. Eingang Porsche-Kurven gab es einen Kontakt mit einem der Favoriten und das Team verlor dadurch wertvolle Sekunden.
Er ließ sich davon aber nicht beirren, fuhr seinen Stint auf P10 zu Ende und übergab das Auto an Hoffmann.
Hoffmann fing da an, wo er im Qualifying aufgehört hatte. Eine schnelle Runde nach der Anderen wurde bei über 40°C Streckentemperatur in den Asphalt gebrannt. Nach und nach konnten Hundehege und Hoffmann Plätze gut machen. Am Ende ihrer Tagesschicht, nach sechseinhalb Stunden, übergaben sie das Auto an Meyer und Gemmer auf P3 liegend.

In der Nachtschicht ging es nun darum, die Position zu halten und sich für einen eventuellen Angriff auf ganz vorne gegen Ende des Rennens vorzubereiten. Gemmer und Meyer riefen ihr Potenzial ab, wechselten mit P2 bis in den frühen Mittag die Position und gaben das Auto auf P2 liegend an Hundehege ab.
Es waren nur noch knapp 3 Stunden zu fahren. Platz 1 war zu diesem Zeitpunkt realistisch nicht mehr einzuholen. Doch dann kam Runde 311…
In Führung liegend bekam Porcelli Racing auf einmal technische Schwierigkeiten. Am Ende der ersten langen Geraden ging es für ihr Auto zuerst links in die Leitplanke und dann mit ca. 250 km/h in den Reifenstapel. Damit war das Rennen für sie gelaufen. Durch die Reparatur fielen sie bis auf Position 12 zurück.
Dadurch ging nur noch eine Positions-LED für das Fire-Team an, das hieß P1.

Jetzt musste das Auto nur noch halten. Hundehege und Hoffmann wechselten sich bis zum Schluss ab. Eine dreiviertel Stunde vor Schluss noch eine Schrecksekunde.
Ausgang Porsche-Kurven wurde ein LMP1-Auto etwas übermütig und stieß innen in einen waghalsigen Überholmanöver hinein. Zum Glück reagierte Hoffmann blitzschnell, machte die Lenkung auf und hielt den Traum vom Sieg fest.
Nach 365 Runden war es dann soweit. Wochenlange Vorbereitung hatten sich ausgezahlt. Das Fire-Team überquerte auf Position 1 die Ziellinie und konnten sich verdient feiern lassen.
Jeder einzelne Fahrer hatte alles aus sich heraus geholt. Setup, Taktik und das fahrerische Können hatte bei allen im Rennen gestimmt.
Damit war der größte Erfolg bis heute für das Team Element SimRacing Realität.

Element SimRacing Fire durfte sich zusätzlich als “sauberstes” Team aller Teilnehmer in der GTE-Klasse bezeichnen. In 365 Runden wurden nur 10 Incidents angesammelt.
Weiterhin wurde Hoffmann in der Kategorie “sauberster Fahrer” aller GTE-Fahrer auf Position 3 geführt. Er fuhr insgesamt 97 Runden ohne einen einzigen Vorfall.

Das Water-Team hatte im Gegensatz zum Fire-Team leider nicht so viel Erfolg. Nach technischen Schwierigkeiten sowie einem Unfall und dem daraus resultierenden Pace-Verlust hatte sich das Team entschieden das Auto in der Nacht abzustellen.